Weihnachtsstern

Weihnachten ohne Weihnachtssterne ist wie ein Christbaum ohne Schmuck, denn dem Winterblüher gelingt jedes Jahr wieder zur Weihnachtszeit ein sensationeller Auftritt. Mit seinen farbigen Hochblättern lässt er Räume erstrahlen und darf daher in keiner festlichen Deko fehlen!

Erst in den 50er Jahren kam die hübsche Pflanze aus Mexiko, wo sie als Strauch übrigens bis zu fünf Meter hoch wachsen kann, nach Europa. Schnell wurde sie zu einem beleibten Bestandteil in unserer Weihnachtsdekoration. Trotz ihrer kurzen Saison zählt sie zu den meistverkauften Zimmerpflanzen überhaupt. Am 12.12. wird sogar der „Poinsettia Day“, der „Tag des Weihnachtssterns“ gefeiert. Vor allem in den USA hat sich die Tradition etabliert, besondere Menschen an diesem Tag mit einem Weihnachtsstern zu überraschen. Aber auch in der restlichen Adventszeit und an Weihnachten sind sie das perfekte Mitbringsel für liebe Freunde.

Der Weihnachtsstern gehört bei vielen genauso zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum. Das Geheimnis ihrer langen Blüte ist eine Illusion: was wir als Blüte sehen, sind nur farbige Hochblätter. In Ihnen sitzen die eigentlichen Blüten, auch Cyathien genannt. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Cyathien noch frisch aussehen. Der Weihnachtsstern ist außerdem empfindlich gegen Zugluft und Kälte. Achten Sie deshalb schon beim Einkauf darauf, wo er im Laden steht und auf dem Weg nach Hause sollte er vor Kälte geschützt werden. Im Zimmer sollte der Weihnachtsstern einen hellen warmen Platz bekommen und immer leicht feucht gehalten werden. Gedüngt werden muss der Weihnachtsstern nicht. Stellen Sie Ihn außerdem in sicherer Entfernung von Kindern auf: der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Der Saft, der bei jeder Verletzung austritt, kann zu Hautreizungen führen. Giftig ist der Weihnachtsstern aber nicht, allerdings auch nicht zum Verzehr geeignet.

Herkunft

Der Weihnachtsstern hält sich weder nur ein Jahr, noch ist er eine Pflanze, die in einen Topf gehört. Im Gegenteil: der Weihnachtsstern ist ein mehrjähriger, immergrüner Strauch, der ursprünglich aus Südamerika kommt. Seinen botanischen Namen hat der Weihnachtsstern dem Botaniker Carl Ludwig Willdenow zu verdanken, der so begeistert von der Pflanze war, dass er sie kurzerhand „Euphorbia pulcherrima“ taufte, was übersetzt „die Schönste unter den Wolfsmilchgewächsen“ bedeutet. Denn da gehört der Weihnachtsstern auch hin, zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Seit den 50er Jahren ist er bei uns als Zimmerpflanze berühmt.

Unterschätzte Schönheit

In seiner tropischen Heimat ist der Weihnachtsstern kaum aufzuhalten und wenn wir die bei uns beliebte Weihnachtspflanze vor Augen haben, fällt es uns schwer zu glauben, dass der Weihnachtsstern zu einem bis zu 6 Meter hohen Strauch oder Baum heranwachsen kann. Aber tatsächlich wird die Pflanze bei uns oft falsch gepflegt und sieht deshalb nach Weihnachten nicht mehr schön aus. Im Sommer kann der Weihnachtsstern sogar nach draußen ins Freie. Im Herbst kann man dann durch einen dunklen Standort neue Blüten erschummeln, damit der Weihnachtsstern auch im nächsten Weihnachten wieder blüht. Denn die Pflanze lässt sich mit den richtigen Pflegetipps lange ins Wohnungsleben integrieren.

Weihnachtsstern richtig pflegen

Damit man lange Freude an einem Weihnachtsstern hat, sollten man ihn gleich nach dem Kauf in einen größeren Topf mit guter Erde umpflanzen. Entferne dafür den alten Topf und die lose alte Erde. Wenn die Wurzeln am Topfrand im Kreis gewachsen sind, solltest du das Wurzelgeflecht aufzupfen, um neues Wurzelwachstum anzuregen. Die Erde wird dann leicht angedrückt. Ein hübscher Übertopf verhilft zu mehr Standfestigkeit. Weihnachtssterne mögen während der "Blütezeit" einen hellen Standort ohne Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung. 18 bis 22 Grad sind optimal. Diese Pflanze benötig recht wenig Wasser und sollte sparsam mit zimmerwarmem Wasser gegossen werden, da der Weihnachtsstern sehr kälteempfindlich ist.

Intensive Farbenvielfalt
Ein Weihnachtsstern, auch Poinsettie oder Adventsstern genannt, kommt selten allein, sondern am besten immer gleich in unterschiedlichen Größen und Farben in unsere vier Wände. Egal ob im klassischen Rot, knalligen Pink, zarten Rosé oder Gelb, Apricot, modernem Weiß, zweifarbig gesprenkelt, marmoriert oder mit Glitzer dekorierte Varianten, der Weihnachtsstern ist eine tolle und vielfältige Dekoration, die sich je nach Farbwahl prima in moderne, traditionelle aber auch in verspielte Einrichtungen integrieren lässt. Übrigens sind die intensiv gefärbten und markant geformten Blätter gar nicht die Blüten, sondern Hochblätter, die sich erst verfärben, wenn die Tage kürzer werden. Die eigentlichen Blüten sind die kleinen gelben beerenähnlichen Strukturen in der Mitte der Blätter.

Bunt leuchtende Sterne
Wer in der Advents- und Weihnachtszeit Lust auf Farbe hat, für den sind Weihnachtssterne genau das richtige. Dank ihrer intensiven Farben setzen sie in jeder Weihnachtsdeko strahlend schöne Akzente. Und mit dem richtigen Übertopf und der passenden Deko kommt der Weihnachtsstern gleich noch prachtvoller zur Geltung. So werden zum Beispiel mehrere prachtvolle, rote Exemplare in ein Pflanzgefäß aus Beton gesetzt und mit Naturmaterialien wie Zapfen und rotbackigen Äpfeln dekoriert, zum dekorativen Blickfang. Weiße Weihnachtssterne eignen sich auch wunderbar für eine rein winterliche Dekoration: Kombiniert mit weißen, goldenen oder silbernen Materialien entsteht eine stimmungsvolle weiße Winterwelt.

Auf die Größe kommt es an
Auch dank der vielen Formate des Weihnachtssterns gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem klassische Midi-Größen sorgen mit ihrer prächtigen Blätterpracht im ganzen Haus für festliche Stimmung. Die etwa 10 Zentimeter hohen Mini-Varianten haben nur eine Blüte und eignen sich prima als kleine Tischdeko. Sie lassen sich aber auch schnell in eine stimmungsvolle Adventsdekoration integrieren. Und zu guter Letzt gibt es den Weihnachtsstern auch als dekoratives Hochstämmchen. Sie kommen besonders attraktiv daher, wenn sie in hübschen Übertöpfen auf dem Boden platziert werden und mit ihrem Wuchs von bis zu 90 cm Höhe die weihnachtliche Dekoration ergänzen.

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